Die Antibabypille gibt es schon seit einem halben Jahrhundert. Sie stieg nach ihrer Einführung schnell zum meistverwendeten Verhütungsmittel auf und wurde beständig weiterentwickelt. Allerdings ist sie immer noch nicht frei von Nebenwirkungen. 

Sichere Verhütung mit der Antibabypille 

Die Verhütung mit der Pille klappt zuverlässig. Sie funktioniert durch enthaltene Hormone, die dem weiblichen Geschlechtszyklus entsprechen und die Reifung von Eizellen, somit den normalerweise monatlich erfolgenden Eisprung zuverlässig verhindern. Enthalten sind Östrogen und Gestagen, beide Hormone wirken in der konkreten Zusammensetzung sehr sicher auf den weiblichen Zyklus.

 Dokumentiert wird das durch den sogenannten Pearl-Index. Dieser beschreibt ganz allgemein die Methodensicherheit eines Medikaments bei vorschriftsgemäßer Anwendung. Für die Antibabypille liegt er bei 0,3, ein Wert, der die Ausfallwahrscheinlichkeit indexiert. In diesem Fall bedeutet er, dass von 1.000 Frauen nach der einjährigen Einnahme der Pille nur drei schwanger werden. Für andere Medikamente liegt der Pearl-Index vielfach zwischen den Werten 1 und 8. Das bedeutet: Die Antibabypille gehört zu den Medikamenten mit der sichersten Wirkung. 

Wirkungsmechanismus der Antibabypille 

Es gibt verschiedene Hormonzusammensetzungen in einzelnen Präparaten, das heißt, eine “Standard”-Antibabypille gibt es nicht. Die meisten von ihnen enthalten Ethinylestradiol (ein künstliches Östrogen) in Kombination mit synthetischen Gestagenen. Die Minipille enthält keine Östrogene. 

Die beiden Hormonvarianten Östrogen und Gestagen existieren auch natürlich im weiblichen Körper, sie regeln die Abläufe sowohl von Menstruationszyklen als auch von Schwangerschaften. Östrogene fördern die Reifung der Eier und den Follikelsprung, Gestagene unterstützen die Ovulation durch die Förderung der Östrogen- und Androgenproduktion. Bei einer Befruchtung unterstützen sie den Erhalt der Schwangerschaft durch die Bewahrung der umgebildeten Gebärmutterschleimhaut. 

Diese verhindert wiederum eine weitere Einnistung von Eiern. In der Antibabypille sind diese Hormone so enthalten, dass der Körper das Signal empfängt, es hätte schon eine Befruchtung stattgefunden. Dadurch wird jede weitere Einnistung befruchteter Eier verhindert. 

Nebenwirkungen der Pille 

Gerade Frauen, welche die Pille erstmalig oder nach langer Pause erneut einnehmen, klagen bisweilen über Nebenwirkungen. Beobachtet wurden unter anderem: Zwischenblutungen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Übelkeit.

Neben diesen zwar unangenehmen, aber relativ unbedenklichen Nebenwirkungen erhöht sich nach jüngeren Studien auch das Thromboserisiko. Selbst Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen könnten gehäuft auftreten, weshalb inzwischen wieder über Alternativen zur Antibabypille nachgedacht wird.

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  • (Beitragsbild: antibabypille-wissen): © GabiSanda / Pixabay.com