Der deutsche Mittelstand ist ein Erfolgsmodell. 99 % der deutschen Unternehmen gehören dazu, die 60 % der Arbeitsplätze und 82 % der Ausbildungsplätze stellen sowie über 50 % der Wertschöpfung erwirtschaften. Zudem ist der Mittelstand der bedeutendste deutsche Innovations- und Technologietreiber, was ihm international ein großes Ansehen verschafft.

Aktuelle Problemstellungen im Frühjahr 2019 sind die Umstellung auf die digitale Wirtschaft und der Fachkräftemangel.

Erfolg durch Spezialisierung

Der Erfolg deutscher Mittelständler basiert auf einer hochgradigen Spezialisierung. Ein gutes Beispiel liefert hierfür der Maschinenbau: Deutsche Unternehmen konstruieren Spezialmaschinen für die Produktion, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Teilweise besetzen sie damit absolute Nischen.

Damit können sie auch erfolgreich bleiben, wenn sie die Chancen der Digitalisierung nutzen und nach wie vor Fachkräfte ausbilden. Der Erfolg in solchen Branchen basiert ganz eindeutig auf einem großen Vorsprung beim Know-how.

Gestaltung der digitalen Ökonomie

Der digitale Wandel bringt neue, sehr innovative Produkte und Dienstleistungen hervor. Er bricht aber auch tradierte Marktlogiken um. Für die neu entstandene internationale Wettbewerbssituation aufgrund der digitalen Wirtschaft bedarf es neuer juristischer Rahmenbedingungen, an denen aktuell das BMWi arbeitet.

Unter anderem hat es eine “Kommission Wettbewerbsrecht 4.0” installiert, welche an der Schaffung einer rechtspolitischen Plattform des Wettbewerbsrechts auch auf europäischer Ebene arbeitet.

Problemstellung Fachkräftemangel

Die demografische Entwicklung verläuft unweigerlich: Unsere Alterspyramide steht Kopf, es fehlt der Nachwuchs. Daher müssen alle erdenklichen Anstrengungen unternommen werden, um den Fachkräftebedarf in den kommenden Jahren und Jahrzehnten abzudecken. Diese Herausforderung hat in den Jahren 2016 bis 2019 gerade erst begonnen: Sie wird künftig noch größer.

Experten beruhigen aber auch. Einen flächendeckenden Fachkräftemangel gibt es in Deutschland (noch) nicht. Dennoch gibt es schon Regionen und Branchen, die offene Stellen nicht mehr besetzten können. Betroffen sind vor allem der MINT- und der Gesundheitsbereich. MINT sind die Fächer Mathematik – Informatik – Naturwissenschaft – Technik. Die größten regionalen Probleme gibt es in Süd- und Ostdeutschland. In Süddeutschland konzentrieren sich die Hightech-Firmen, die bei kräftigem Wachstum immer wieder Nachwuchs benötigen, aus Ostdeutschland wandern junge Menschen ab.

Nach Befragungen sehen Anfang 2019 über 60 % der deutschen Mittelständler Gefahren für ihre Geschäftsentwicklung durch den Fachkräftemangel. Hier muss die Politik dringend mit Gesetzen für eine geregelten Zuwanderung nachjustieren.

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  • (Beitragsbild: mittelstand-in-deutschland-unternehmen): © Tomasz_Mikolajczyk / Pixabay.com