Allergien werden wohl hauptsächlich vererbt, doch ob und wann sie ausbrechen, hängt von Umweltfaktoren ab. Eine ursächliche Behandlung ist bislang nicht möglich, eine Vorbeugung hingegen schon. Sie fängt bei der Geburt an. 

Geburtsverfahren 

Die natürliche Geburt senkt das Allergierisiko, ein Kaiserschnitt erhöht es. Mit Letzterem werden schon seit Jahren rund 30 % der deutschen Kinder auf die Welt geholt. Warum die natürliche Geburt so gut gegen Allergien wirkt, ist noch nicht vollständig erforscht. Man nimmt an, dass die Mikroorganismen im Geburtskanal das Immunsystem stärken. 

Ernährung 

Stillen ist ebenfalls wertvoll, jüngere Empfehlungen laufen wieder auf längeres Stillen hinaus. In afrikanischen Ländern, in denen Kinder fast durchweg bis zum dritten Lebensjahr gestillt werden, leiden die Menschen unter deutlich weniger Allergien.

Empfohlen wird europäischen Müttern heutzutage, auch nach dem fünften Monat (nach Einführung der Beikost) noch ein wenig zu stillen. Wenn das nicht möglich ist, sollten die Eltern auf Sojamilch verzichten und stattdessen hydrolysierte Säuglingsnahrung geben. Werdende Mütter können durch eine vielfältige und ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit die Allergieneigung des Kindes senken. Frühere Empfehlungen liefen darauf hinaus, allergene Lebensmittel wie Nüsse und Fisch zu meiden.

Das gilt ausdrücklich als überholt! Gerade Fisch senkt das Allergierisiko. Dieser Hinweis betrifft auch die spätere Beikost. Zu dieser können Fisch, Eier und Weizen gehören. Grundsätzlich soll die Ernährung nicht zu Übergewicht führen: Dieses ist ein Risikofaktor für Allergien. 

Haustiere 

Vom Grundsatz her verursachen Katzen, Hunde, Vögel, Kaninchen oder Meerschweinchen keine Allergien, doch bei Risikokindern mit einer erkannten erblichen Vorbelastung rät man vom Halten einer Katze ab. Die vorbelasteten Kinder könnten dadurch eine Neurodermitis entwickeln. Dieser Hinweis gilt ausdrücklich nur für Katzen und nicht für Hunde. 

Tabakrauch 

erhöht eindeutig das Allergierisiko bei Kindern. Vor allem Asthmaerkrankungen sind dadurch zu erwarten. Schon während der Schwangerschaft muss die Umgebung rauchfrei bleiben, denn die Sensibilisierung für Allergien erfolgt schon im Mutterleib. Auch bei Erwachsenen bricht durch Tabakrauch eher eine Allergie aus. 

Schimmel 

Die Sporen von Schimmelpilzen können Allergien auslösen. Vorbeugen lässt sich durch wiederholtes Stoßlüften. Wo Schimmelflecken entdeckt werden, müssen sie dringend und gründlich beseitigt werden. Eine Schadstoffmessung der Raumluft ist dann sehr empfehlenswert. Dabei lässt sich auch die Belastung von Räumen mit anderen Luftschadstoffen feststellen.

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  • (Beitragsbild: vorbeugen-von-allergien-gesellschaft): © Peggychoucair / Pixabay.com