Wer sein Auto verkaufen will, kann dabei Geld verlieren oder ein hübsches Sümmchen herausschlagen – je nachdem, wie er vorgeht. Worauf kommt es am meisten an? 

Weder Dumping noch Mondpreis 

Wie bei allen Verkäufen gibt es Menschen, die sich zu wenig oder zu viel vorstellen. Manche Verkäufer tendieren zum Dumping, weil sie Bedenken haben, das gute Stück ansonsten nicht loszuwerden. Damit verschenken Sie in aller Regel viel Geld. Ermitteln Sie den Wert Ihres Gebrauchten und versuchen Sie, diesen Preis zu erhalten.

Der Käufer wird Sie vor dem direkten Abschluss des Kaufvertrages ohnehin ein wenig herunterhandeln, also setzen Sie wenigstens einen realistischen Preis in Ihr Inserat. Das kann Ihnen sogar mehr Interessenten einbringen, denn ein Dumpingpreis erzeugt den Verdacht, mit Ihrem Wagen stimme etwas nicht.

Machen Sie auch nicht den gegenteiligen Fehler, einen Mondpreis zu verlangen. Sie finden dafür überhaupt keinen Käufer, es melden sich aber einige Neugierige, die wissen wollen, was dahintersteckt. Ein gigantisches Tuning? Diese Menschen stehlen Ihnen anschließend nur Zeit, doch das haben Sie sich mit Ihrem Mondpreis selbst zuzuschreiben. 

Optik und Technik 

Zunächst einmal schildern Sie ehrlich den Zustand des Fahrzeugs, um sich viele ergebnislose Besichtigungen zu ersparen. Fotografieren Sie also die kleine Beule, die Sie sich beim Einparken geholt haben, und stellen Sie das Bild bei Ihrer Anzeige mit ein. Das erzeugt Vertrauen. Wenn es dann zur Besichtigung kommt, polieren Sie das Auto so gut auf, wie Sie nur können.

Die Optik ist ein sehr entscheidendes Verkaufsargument. Der Käufer schafft aus seiner Sicht “etwas Neues” an, vielleicht bringt er Frau und Kinder mit. Es muss also “neu” aussehen, und zwar innen und außen. Was die Technik noch kann, sieht man dem Wagen nicht an. Natürlich müssen Sie aber den technischen Zustand exakt beschreiben. Ein Unfallfahrzeug muss als solches ausgewiesen werden – egal, wie gut es instand gesetzt wurde. Alles andere wäre arglistige Täuschung. 

Probefahrt und Kaufvertrag 

Sie sollten eine Probefahrt durchführen lassen. Entweder sitzen Sie mit im Wagen oder lassen sich den Ausweis des Fahrers aushändigen. Verwenden Sie einen ordentlichen Kaufvertrag, akzeptieren Sie ausschließlich Barzahlung vor Ort und vermerken Sie den exakten Zeitpunkt der Übergabe im Vertrag.

Damit sind Sie frei von versicherungsrechtlichen Ansprüchen, falls der Käufer danach einen Schaden erleidet. Füllen Sie den Vertrag vollständig aus und lassen Sie sich unbedingt das Personaldokument des Käufers und für die Probefahrt dessen Führerschein zeigen. Sie müssen Ihren Ausweis natürlich auch herzeigen. Denken Sie an die vollständigen Unterlagen und Schlüssel für das Fahrzeug und vermerken Sie deren Übergabe ebenfalls im Vertrag.

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  • (Beitragsbild: tipps-fuer-den-autoverkauf-auto): © Capri23auto / Pixabay.com