April 2019: Um den Verkauf von Dieselfahrzeugen anzukurbeln, gewähren die Autobauer teilweise sehr kräftige Sonderrabatte. Das hat zuletzt wieder zu steigenden Zulassungszahlen geführt. 

Rabattstudie von Dudenhöffer 

Der vielfach zitierte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer gibt unter anderem eine regelmäßig erscheinende Rabattstudie heraus, die den Trend für März 2019 analysiert. Demnach rabattieren derzeit VW-Händler die Diesel-Neuwagen besonders stark. Beim Golf Variant Diesel können es schon mal 28,8 % sein, während dasselbe Fahrzeug in der Ausführung als Benziner höchstens mit 14,7 % rabattiert wird. 

Auch den VW Tiguan Diesel können die Kunden mit fast einem Drittel Preisnachlass erhalten. Bei BMW gibt es nicht so deutliche Unterschiede zwischen den Rabatten für Diesel und Benziner. So wird der 3er-BMW aktuell in beiden Motorisierungsarten mit 25 % rabattiert. Der Grund: Die Reihe läuft auf ihr Produktionsende zu. Die Händler wollen daher auch die Benziner abverkaufen. 

Viele Hersteller koppeln Abwrackprämien an den Kauf eines Diesel-Neuwagens. In diesem Sinne handelt es sich eigentlich um eine Umtauschprämie. Das bringt den Fahrern aber nicht viel, denn ältere Diesel haben nur einen sehr geringen Restwert. Diese Fahrzeuge verkaufen Händler dann ins Ausland, aber auch in deutsche Landkreise und Städte, die in absehbarer Zeit von keinem Dieselfahrverbot betroffen sein werden. 

Was ist von der Umtauschprämie zu halten? 

Die Umtauschprämie der Hersteller wird heftig beworben, Experten sehen sie allerdings kritisch. Für Dieselfahrzeuge legten die Konzerne eine besondere Prämie dieser Art nach den Beschlüssen der Bundesregierung im Oktober 2018 auf, um die alten Diesel von der Straße zu bekommen und neue, vermeintlich sehr viel sauberere Dieselwagen zu verkaufen. Die Prämie erhält aber nicht jeder Verkäufer eines alten Dieselautos automatisch. 

Sie ist an seinen Wohnort, an die Zulassungsbedingungen seines Gebrauchten, an dessen Modell und oft an gewisse Fristen gebunden. Jeder Hersteller definiert eigenen Prämien-Regeln, deren Bedeutung sich oft erst im Kleingedruckten erschließt. Prinzipiell erhalten Umtauschprämien besonders die Fahrer aus stark mit Emissionen belasteten „Intensivstädten“, wo über 50 µg/km NOx gemessen wurden. 

Das sind unter anderem München, Stuttgart, Reutlingen, Köln, Düren, Limburg a.d. Lahn, Hamburg, Düsseldorf, Heilbronn, Kiel, Backnang, Darmstadt, Ludwigsburg und Bochum, weitere Städte könnten hinzukommen. Wer dort einen Diesel mit Euro 4 bis 5 (oder gar noch geringer) fährt, kann beim Händler eine Umtauschprämie beantragen und erhält sie meistens. Sie wird beim Ankauf auf den Restwert seines Gebrauchten aufgeschlagen.

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