Kampfübungen sind grundsätzlich auch ein Fitnessprogramm. Es gibt Menschen, die einen Kampfstil üben, um fit zu werden. Sie wollen weder Wettkämpfe bestreiten noch übergroße Kampffähigkeiten erwerben. Doch Kampfsport ist eine spezielle Form der Aerobic, welche die Fitness sehr fördert.

Die wichtigsten Unterschiede bezüglich der Ausgewogenheit und Vitalität

Fitness ist nicht immer schnell. Vielfach dehnt sie die Muskeln, was als wertvoll gilt. Außerdem fördert sie stark die Ausdauer. Kampfsportarten sind zwar auch ein Ganzkörpertraining, das Ausdauer und in gewissem Umfang Dehnung verlangt. Es gibt jedoch einen sehr entscheidenden Unterschied: Bei sämtlichen Kampfstilen sind blitzschnelle Impulse (= Muskelkontraktionen) erforderlich, die so bei einem normalen Fitnesstraining nicht vorkommen.

In dieser Hinsicht ist Kampfsport zweifellos sehr vital. Idealerweise kombinieren auch Hobbysportler etwas normales Fitnesstraining mit dem Kampfsport. Das machen professionelle Kampfsportler auch: Sie joggen und radeln, außerdem betreiben sie etwas Krafttraining.

Kampfsportarten als Fitnessprogramm

Es gibt viele Stile beim Kampfsport mit jeweiligen Besonderheiten. Wer Kampfsport für seine Fitness betreibt, findet garantiert eine Variante, die ihm/ihr sehr gut gefällt, weil es nämlich auch schnellere und langsamere Stile gibt. Im Detail wären das:

  • Thai Bo – die “Aerobic”-Kampftechnik: Dieser Kampfsport ist quasi ein reiner Fitnesstanz und wird dementsprechend auch in vielen Fitnessstudios angeboten. Zu dynamischer Musik schlagen und treten die TeilnehmerInnen in die Luft. Dafür kommen Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten zum Einsatz.
  • Capoeira – Kampftanz aus Brasilien: Hierbei handelt es sich um einen echten Kampfstil, der von den brasilianischen Sklaven stammt. Diese tarnten mit diesem Tanz ihr Kampftraining. Dieses ist dadurch ein hervorragendes Fitnessprogramm mit sehr anspruchsvollen, teilweise akrobatischen Übungen.
  • Mixed Martial Arts – Fitness vieler Kampfsportarten: Wer blutige Käfigkämpfe verabscheut, wird Mixed Martial Arts nicht mögen, doch viele Menschen trainieren diesen Kampfsport. Manche wollen tatsächlich in den Ring, anderen geht es um die außerordentliche Fitness, die dieser Kampfsport verlangt.
  • Taekwondo – Beinkarate: Da das dem Karate ähnliche, koreanische Taekwondo stark mit den Beinen arbeitet, ist es ein vorzügliches “Beine Bauch Po“ Training. Es verlangt insgesamt viel Fitness. Für den friedlichen Sport werden keine kämpferischen Wettkämpfe ausgetragen.
  • Aroha Fitness – Kung Fu, Tai Chi und Kriegstanz: Aus einem Gesundheitstanz entstand dieses mit Kampfsportelementen durchsetzte Fitnessprogramm. Die Bewegungen bestehen aus einigen Grundschritten zur Trainingsmusik im langsamen Dreivierteltakt. Dafür wurden Elemente des Maori-Kampftanzes, des Kung Fu und des Tai Chi gemischt. 

Zu nennen wären noch Tai Chi Chuan und Yiquan, beides sind sehr ruhige, eher untypische Kampfsportarten. Gerade Yiquan kommt Dehnübungen im Fitness am nächsten.

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