Am 28. März 2019 stellte der UN-Chef António Guterres den vorerst jüngsten Weltklimabericht vor. Demnach geht es der Erde gar nicht gut: Sie wird von untypischer Kälte in Nordamerika ebenso geplagt wir von Hitzewellen in Australien oder Jahrhundertüberschwemmungen in Italien. Ein beunruhigendes Wort fiel immer wieder in Guterres’ Rede: Die Entwicklung ist inzwischen “unumkehrbar”. 

Konkrete Auswirkungen des Klimawandels 

Es gibt alljährlich neue Rekordwerte bei den Temperaturen an Land und in den Meeren, einen ständigen Anstieg des Meeresspiegels und eine zunehmende Konzentration von Treibhausgasen. Die Folgen extremer Wetterphänomene werden immer dramatischer. Die USA haben 2018 insgesamt 14 klimabedingte Katastrophen erlebt, bei denen der Schaden die Grenze von einer Milliarde Dollar überstieg. 

Die weltweiten Hitzewellen führen zu starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Millionen von Menschen. Das schiere Wetter – ohne Sekundärfolgen – löst Todesfälle aus. Kriege, Vertreibung und Hunger sind die dramatischsten Sekundärfolgen. Unmittelbar vom Klimawandel betroffen waren im Vorjahr 62 Millionen Menschen. 

Wirkungskette des Klimawandels 

Welche Kausalitäten beim Klima herrschen, erläuterte der finnische Meteorologe und Chef der Weltorganisation für Meteorologie Petteri Taalas. Vor allem Hitzewellen löst der Klimawandel aus, die zu Dürren führen. Doch auch starke Regenfälle und Wirbelstürme seien kennzeichnend für die extremen Wetterphänomene, die inzwischen lebensgefährliche Dimensionen angenommen haben. 

Der aktuelle Zyklon in Mosambik hat mit Stand Ende März 2019 über 1.000 Todesopfer gefordert. Ausgelöst werden solche Stürme durch die steigenden Meerestemperaturen, welche die Verdunstung erhöhen, die wiederum das Sturmgeschehen begünstigt. 

Lösungsansätze und politischer Gegenwind 

UN-Generalsekretär António Guterres verweist auf die Dringlichkeit, zu Windkraft und Sonnenenergie als Energielieferanten zu wechseln. Fossile Brennstoffe sind der Klimakiller Nummer eins, gefolgt vom Straßen- und Flugverkehr. Den Umstieg auf erneuerbare Energien müsse die Menschheit dringendst beschleunigen, so Guterres. 

Doch es gibt Gegenwind gerade von den beiden größten Wirtschaftsmächten USA und China, gegen die keine globale Energiewende möglich ist. Beide halten bislang an der Kohleverstromung fest und sind damit die schlimmsten CO₂-Sünder. Guterres setzt daher längst nicht mehr auf die Trump-Regierung, sondern auf die energiepolitische Führungsstärke von US-amerikanischen Bundesstaaten, Städten und Unternehmen. 

Die Diktatoren in China sind indes kaum zu beeinflussen. Sie wissen zwar um das Problem und gehen es durchaus mit Elan an, China ist weltweiter Vorreiter bei der Elektromobilität. Doch das Riesenreich mit über 1,4 Milliarden Menschen kann es sich nicht leisten, seine Kohlekraftwerke abzuschalten: Das würde die dortige Wirtschaft nicht verkraften. Die Lage bleibt auch aus diesem Grund überaus besorgniserregend.

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