Den Großen Preis von Australien gibt es seit 1928, er gehört seit 1985 zur Formel-1-Weltmeisterschaft. Bis 1995 markierte er das Saisonfinale auf dem Austragungsort Adelaide Street Circuit, ab 1996 wurde er auf den Melbourner Albert Park Circuit verlegt und fand dort fast immer zum Saisonauftakt statt. 

Bedeutung des Großen Preises von Australien 

Bis 1995 war dieses Rennen das jeweilige Saisonfinale, dennoch entschied es nur selten die tatsächliche Wertung der Meisterschaft. Das ist auch heute noch so, die Fahrer positionieren sich während der gesamten Saison in der Punktwertung. Beispiele für eine tatsächliche Entscheidung in Bezug auf den Großen Preis von Australien gab es etwa im Oktober 1986, als Alain Prost die Fahrerwertung gewann, damit an Nigel Mansell vorbeizog und sich damit seinen zweiten WM-Titel sicherte.

Im November 1988 wurde Ayrton Senna Zweiter hinter Alain Prost, lag aber in der Gesamtwertung schon so weit vorn, dass er erstmals die Weltmeisterschaft gewann. Einen weiteren Showdown gab es im November 1994: Michael Schumacher konkurrierte mit Damon Hill um den WM-Titel, sie lagen in der Fahrerwertung lediglich einen Punkt auseinander (Schumacher lag vorn). Beide schieden aber infolge einer Kollision aus. Michael Schumacher wurde daraufhin Weltmeister. 

Kuriosa und Ereignisse um den Großen Preis von Australien 

Im November 1991 fand im Rahmen des Großen Preises von Australien in Adelaide das in der Formel 1 Geschichte kürzeste Rennen statt. Es musste wegen Starkregen schon nach 24 Minuten und 14 Runden (nur knapp 53 km) abgebrochen werden. Als das letzte Formel 1 Rennen im November 1995 in Adelaide ausgetragen wurde, verletzte sich der Pilot Mika Häkkinen lebensbedrohlich. Sein Wagen raste infolge eines Reifenschadens in die Fahrbahnbegrenzung und war in diesem Moment 190 km/h schnell. Häkkinen kurierte sich danach zwei Monate in einer Klinik aus.

In Melbourne 1996 schließlich debütierte Jacques Villeneuve und sorgte für Aufsehen, denn schon in seinem ersten Rennen beim Grand Prix konnte er sich für die begehrte und vorteilhafte Pole-Position qualifizieren. Leider erlitt sein Fahrzeug im Rennen Ölleck, was ihn den Sieg kostete – er gab ihn an seinen Teamkollegen Damon Hill ab. Im Rennen 1997 verpassten die Fahrer von Mastercard Lola Ricardo Rosset und Vincenzo Sospiri die Qualifikation so deutlich, dass sie vom Folgerennen in Brasilien ausgeschlossen wurden.

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  • (Beitragsbild: formel-1-grand-prix-australien): © Papafox / Pixabay.com