Will man seine Firma vererben, so muss man sich mit vielen rechtlichen und besonders auch erbrechtlichen Rahmenbedingungen beschäftigen. Wer eine eigene Firma aufgebaut hat, hat viel Herzblut hineingesteckt und für viele Unternehmer ist die eigene Firma ein Lebenswerk. Deshalb wollen sie beim Firma vererben diese auch in der Zukunft in guten Händen wissen, um dann als Rentner in Deutschland ein sorgenfreies Leben führen zu können. Hierfür sollten Unternehmer bereits frühzeitig vorsorgen, wenn sie die Firma vererben wollen an ein Familienmitglied.

Dabei ist es sehr wichtig, sich mit dem Erbrecht intensiv auseinanderzusetzen und sich zu Lebzeiten um eine Unternehmensnachfolge zu kümmern. Eine frühzeitige Weichenstellung und auch ein Testament verfassen fällt vielen Unternehmern nicht leicht, jedoch ist es für die Zukunft der Firma die beste Maßnahme.

Warum ein Testament für Unternehmer unerlässlich ist

Um sicherzustellen, dass ein Unternehmen auch nach dem eigenen Ableben im eigenen Sinne fortgeführt wird, sollte ein Unternehmer rechtzeitig ein Testament für die Firma erstellen. Dabei kann man dokumentieren, an wen man die Firma vererben will und eigene Verfügungen hierzu treffen.

Auch ohne Testament geht eine Firma nach der gesetzlichen Erbfolge auf die Familie über, jedoch erfüllen die Regelungen der gesetzlichen Erbfolge meist nicht die Wünsche des Unternehmers zur Unternehmensnachfolge. Außerdem lässt sich durch ein Testament Firma auch verhindern, dass z. B. Erbstreitigkeiten innerhalb einer Erbengemeinschaft nach dem Tod des Erblassers entstehen.

Die Vorbereitung der Erben

Ein Unternehmer und künftiger Erblasser, der Kinder hat, denen er die Firma vererben kann, wird dies in den meisten Fällen auch wünschen. Dabei ist es für eine reibungslose Unternehmensnachfolge jedoch entscheidend, den eigenen Nachwuchs frühzeitig mit den Betriebsabläufen vertraut zu machen und ihnen Verantwortung zu übertragen. Dabei ist es nicht entscheidend ob man ein Einzelunternehmen vererben oder eine GmbH vererben will.

Hierbei muss man die Führung des Unternehmens noch nicht abgeben und auch noch nicht die Firma vererben. Er kann jedoch beobachten, ob die Kinder als Unternehmensnachfolger geeignet sind. Dabei kann er ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und sie entsprechend auf den Tag vorbereiten, an dem er ihnen die Firma vererben will.

Eine frühzeitige Planung empfiehlt sich auch für den Fall, dass eben kein Kind Firmenanteile erben soll, soll eine andere Person die Firma übernehmen soll. Dabei kann es auch vorkommen, dass ein Kind zwar Interesse an der Unternehmensnachfolge hat, jedoch für diese Aufgabe vielleicht nicht geeignet ist. Außerdem ist es klug frühzeitig zu planen, wenn evtl. mehrere Erben Firmenanteile erben könnten.Hierbei kann man potentielle Erben auch frühzeitig abfinden, wenn sie für die Unternehmensführung nicht geeignet sind und sie damit zu einem Erbverzicht bewegen.

Wer als Erblasser entsprechend weitsichtig vorgeht beim Fima vererben, handelt in eigenem Interesse und kann seine Nachfolger auch optimal auf ihre spätere Unternehmerrolle vorbereiten. Dies ermöglicht ihm auch eine entspannte Perspektive, um als Rentner in Deutschland seinen Lebensabend genießen zu können.

Die steuerliche Belastung der Erben

Ein Unternehmer als Erblasser sollte bei seiner Nachfolgeplanung auch bedenken, dass seine Erben auf den Nachlass eine Erbschaftsteuer zu entrichten haben. Deshalb ist es besonders wichtig, vor dem Testament erstellen eine Beratung bei einem Anwalt für Erbrecht und einem Steuerberater zu suchen. Das deutsche Erbrecht kennt bestimmte Ausnahmen, die eine Befreiung von der Erbschaftssteuer ermöglichen, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.

Erbschaftssteuerbefreiung nach dem Erbschaftssteuergesetz

Nach dem Erbschaftsteuergesetz sind gemäß § 13a und 13b ErbStG 85 % eines Betriebsvermögens von einer Erbschaftssteuer befreit (Verschonungsabschlag). Dadurch sollen besonders die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gesichert werden. Jedoch gelten diese Bestimmungen ausschließlich für Unternehmen, in denen mindestens 20 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Darüber hinaus kennt das Gesetz beim Firma vererben noch eine sogenannte Behaltensfrist. Diese besagt, dass die Lohnsumme in den ersten 5 Jahren nach dem Firma vererben nicht unter der vierfachen Ausgangslohnsumme liegen darf. Hierbei handelt es sich bei der Ausgangslohnsumme um die durchschnittliche Lohnsumme, die in den 5 Jahren vor Eintritt des Erbfalls beim Firma vererben im Unternehmen erzielt wurde.

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