Die Rentner in Deutschland sind schlecht abgesichert. Das schreibt die FAZ. Die gesetzliche Rente ist so gering, dass unsere Nachbarn in Österreich weit besser dastehen – dort liegen die Renten durchschnittlich um über ein Drittel höher. Ermittelt wurde das in einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung. 

Rentenhöhe 2018

Die deutsche Durchschnittsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung lag 2018 

  • in Westdeutschland bei 1.441,35 €/Monat und
  • in Ostdeutschland bei 1.381,05 €/Monat.

Das erscheint nicht nur niedrig, es ist in der Tat nicht viel und hat Ursachen. Die Rentenbeiträge sind etwas zu niedrig, zudem zahlen Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Rentenkasse nicht ein. 

In Österreich liegen die gesetzlichen Renten auch deshalb deutlich höher, weil der Rentenbeitrag etwas höher als der deutsche ist und auch Selbstständige und Beamte (teilweise) einzahlen. Der Unterschied wird dazu führen, dass Deutsche zunehmend auf die private Vorsorge setzen müssen. 

Das wird schon lange angemahnt und mit Modellen wie der Riester- und der Rürup-Rente auch kräftig gefördert. Allerdings lohnen sich diese Modelle in der aktuellen Niedrigzinsphase nur wenig. Sie sind zwar steuerbegünstigt, bei Riester gibt es außerdem eine direkte staatliche Zulage. Doch die Renditen fallen kümmerlich aus. Dafür kann aber der Staat nichts. 

Was können jüngere Berufstätige für ihre Altersvorsorge tun? 

Für gesetzlich Versicherte ist der Riester-Vertrag, sofern der Anbieter keine ausufernden Abschlussgebühren verlangt, durch die staatlichen Zulagen etwas besser als das zinslose Sparen im Sparstrumpf. Für Selbstständige kann sich Rürup aufgrund der hohen Steuerbegünstigung lohnen, wenn sie wirklich viel verdienen. 

Wer heute ein Geschäft aufgebaut hat (oft im Lebensalter zwischen 28 und 43 Jahren) und teilweise 100.000 Euro (und mehr) im Jahr verdient, sollte einen Rürup-Vertrag abschließen. In beiden Fällen (Riester und Rürup) gilt, dass die Versicherungsnehmer sehr genau rechnen müssen, was der Anbieter an Abschlussgebühren und Provisionen verlangt und was ihnen der Vertrag langfristig bringt. Ansonsten kann Fondssparen eine gute Idee sein. 

Riester- und Rürup-Verträge basieren teilweise darauf. Das Fondssparen kann sich jedermann auch selbst organisieren, muss sich hierfür aber etwas näher mit den Entwicklungen an der Börse befassen. Es gibt Fonds, die jährlich im hohen zweistelligen bis sogar dreistelligen Prozentbereich zulegen. 

Wichtig ist, dass die Interessenten hierfür die Entwicklungen über Jahrzehnte analysieren – schließlich brauchen sie das Geld erst in 20, 30 oder 40 Jahren.

About Redaktion

Unsere Redaktion veröffentlicht regelmäßig interessante Beiträge über verschiedenste Themenbereiche ... Haben Sie auch ein spannendes Thema, worüber Sie gerne einen Artikel schreiben würden? ... Wenn ja, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Bild / Quelle:

  • (Beitragsbild: rentner-in-deutschland-wirtschaft): © PICNIC_Fotografie / Pixabay.com