Rauchen ist schädlich, das ist unbestritten. Die E-Zigarette bietet scheinbar hierzu die Alternative. In der Tat gibt es Studien, die belegen sollen, dass Dampfen (das Inhalieren des E-Zigaretten-Dampfes) weitaus ungefährlicher ist als Rauchen. Davon sind offenbar inzwischen weit über eine Million Deutsche überzeugt.

Das “Jahrbuch Sucht” der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen beziffert den Anteil der Dampfer auf 1,4 % der deutschen Gesamtbevölkerung, was reichlich 1,1 Millionen Menschen wären. Es gibt noch andere Statistiken, die sogar von 3,5 Millionen E-Zigaretten-Konsumenten ausgehen. 

Expertenbewertung zum Risiko von E-Zigaretten 

Die Studienlage ist mit Stand 2019 uneinheitlich. Eine Studie des britischen Gesundheitsministeriums bewertete E-Zigaretten als “deutlich ungefährlicher” gegenüber Tabakrauch in jeder Form. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung stuft E-Zigaretten mit und ohne Nikotin als „nicht unschädlich“ ein.

Erwiesen ist laut den Autoren der deutschen Studien, dass der Dampf von E-Zigaretten in jedem Fall gesundheitsschädliche Substanzen enthält. Als unklar gilt gegenwärtig die Langzeitwirkung von Propylenglykol, das im E-Zigaretten-Dampf enthalten ist. Da die E-Zigarette vergleichsweise jung ist, kann noch niemand wissen, wie der menschliche Körper nach Jahrzehnten auf diesen Stoff reagiert, der als potenziell gefährlich gilt. Nikotinhaltige Liquids fördern bei ihrem Verdampfen auf jeden Fall Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das wurde inzwischen nachgewiesen.

Eine schwedische Studie belegte, dass Liquids mit Nikotin den Puls und den Blutdruck erhöhen sowie die Arterien versteifen. Hinzu kommen beunruhigende Ergebnisse einer US-Studie: Wissenschaftler aus Los Angeles konnten nachweisen, dass männliche Dampfer gelegentlich bis oft mit Erektionsstörungen kämpfen. 

Kosten für die E-Zigarette 

E-Zigaretten bestehen aus mehreren Verschleißteilen, nämlich dem Verdampfer mit seinem Verdampferkopf und dem Akku, der auch nicht ewig hält. Der Verschleiß erfolgt bei diesen Teilen unterschiedlich schnell. Verdampferköpfe (Fünferpack für rund 13 Euro) wechseln manche Dampfer wöchentlich, während ein Akku durchaus ein Jahr lang durchhalten kann. Der Ersatz kostet dann etwa 35 Euro.

Die Anschaffung einer brauchbaren E-Zigarette kostet ab 25 Euro, bessere Modelle schlagen mit 60 Euro und mehr zu Buche. 10 ml Liquid kosten ab fünf Euro, was etwa 60 Zigaretten entspricht. Die Gesamtkosten liegen unter denen des Rauchens von Zigaretten, die als Packung im Handel erworben werden, aber sehr deutlich über denen von selbst gestopften oder gedrehten Zigaretten.

Das Kostenargument spricht für Raucher, die sich ihre Zigaretten selbst basteln, gegen die E-Zigarette. Das Gesundheitsargument ist noch nicht abschließend geklärt.

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