Der Dienstleistungsbereich wächst in allen modernen Gesellschaften und beschäftigt inzwischen zwischen 40 und 60 Prozent (je nach Land) aller Berufstätigen. In diesem Sektor wird allerdings höchst unterschiedlich verdient. Es gilt dabei die Faustregel, dass eine höhere Qualifikation und Verantwortung grundsätzlich zu einem höheren Einkommen führen kann – aber nicht muss. Einige Dienstleister verdienen auch ohne Studienabschluss und Personalverantwortung ordentlich Geld. 

Finanzbranche 

Die Finanzbranche ist ein klassischer Sektor des Dienstleistungsbereichs. Bankangestellte verdienen recht gut, aber nicht überdurchschnittlich. Viel besser stehen Fondsmanager da, die in der Regel kein Personal führen und auch keinen Studienabschluss benötigen. Ein Portfolioverwalter verdiente 2018 in Deutschland durchschnittlich 76.000 Euro. Andere Berufe der Branche mit guter Bezahlung sind der Corporate Finance Manager und der Key Account Manager mit 72.000 bis 75.500 Euro Jahresgehalt. 

Wo wird noch gut verdient? 

Verkaufsleiter in diversen Branchen kommen auf durchschnittlich 70.800 Euro, Patentingenieure auf 70.000 Euro und Justiziare auf 68.000 Euro. Diese Berufe setzen ein Studium voraus, die hohen Gehälter resultieren zudem aus dem aktuellen Fachkräftemangel. Das sollte Menschen ohne Studienabschluss zur Weiterbildung motivieren. Ihre Arbeitgeber profitieren ebenfalls davon. Das Angebot für Weiterbildungen unter anderem an Fernschulen oder durch digitale Kurse ist sehr groß, sodass jeder seine Chance erhält. Doch es geht auch anders. Ein weniger beachteter Beruf im Dienstleistungsbereich, der aber zu einem enormen Verdienst führen kann, ist der Handelsvertreter. 

Was machen Handelsvertreter? 

Handelsvertreter sind Verkäufer für Dienstleistungen oder auch Produkte, ihre Tätigkeit gehört immer in den Dienstleistungsbereich. Da sie überwiegend oder ausschließlich auf Provisionsbasis bezahlt werden, fallen sie aus den üblichen Gehaltsranglisten heraus, die nur sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse erfassen.

Doch Handelsvertreter können monatliche fünfstellig verdienen und toppen damit alle bisher genannten Berufe. Sie verkaufen manchmal Staubsauger und manchmal Versicherungen (hierfür ist ein IHK-Abschluss nötig), oft Immobilien (wobei sie sich auch ohne IHK-Prüfung stolz “Makler” nennen), manchmal auch die klassische Partnervermittlung (nicht die Online-PV) oder Zulieferteile für produzierende Gewerbebetriebe.

Es gibt fast keinen Bereich, in welchem nicht der persönliche Verkauf gewisse Umsätze generiert, an denen der Handelsvertreter eine Umsatzprovision verdient. Seine eigenen Kosten sind dabei überschaubar, das Gros machen die Fahrtkosten aus. Bis auf wenige Hightech-Produkte ist für alles, was Handelsvertreter verkaufen, kein spezielles Fachwissen erforderlich. Schulungen dauern manchmal nur wenige Tage. Wer also als Dienstleister schnell viel Geld verdienen will, sollte sich in diesem Bereich einmal umschauen.

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  • (Beitragsbild: dienstleistungsberufe-mit-hohem-verdienst-gesellschaft): © TheDigitalArtist / Pixabay.com