Sparanlagen und Festgeld bringen derzeit nur sehr kümmerliche Zinsen, doch Dividendenaktien können sich wirklich lohnen. Anleger können gleich doppelt profitieren: Neben der Dividendenausschüttung weisen die Aktien der starken Unternehmen häufig eine sehr gute Performance auf. DAX Konzerne mit hohen Dividendenrenditen waren 2018:

  • Daimler: 5,78 %
  • Deutsche Telekom: 4,98 %
  • BMW: 4,77 %
  • BASF: 4,63 %
  • Bayer: 4,61 %

Dividenden-Rekord 2018

Im Jahr 2018 freuten sich Inhaber deutscher Aktien über einen Dividenden-Rekord: Es wurden insgesamt 52,6 Milliarden Euro an Dividenden ausgeschüttet, womit erstmals die Marke von 50 Milliarden Euro geknackt wurde. Der Trend könnte sich 2019 fortsetzen, auch wenn sich das Wirtschaftswachstum derzeit leicht abkühlt. Von den Dividenden 2018 entstammten 45,3 Milliarden Euro von den 80 Unternehmen aus dem DAX und dem MDAX. Die DAX-Dividenden stiegen gegenüber 2017 um 11,5 %, die im MDAX um 8,0 %.

Auch der SDAX und der TecDAX trugen zum Dividendengewinn ordentlich bei. Dividendenaktien können damit stetige Gewinne generieren, die derzeit jede Festgeldanlage schlagen. Gleichzeitig dienen die Aktien der in den großen Indizes vertretenen Unternehmen als relativ sichere Altersvorsorge. Natürlich kann es Kursrückschläge geben, was übrigens nicht bedeutet, dass die Unternehmen auf Dividendenzahlungen verzichten. Doch langfristig schlagen auch die Kurssteigerungen der großen Indizes jede Sparanlage.

Durchschnittliche Dividendenrendite von 2,8 % im DAX

Wer alle Dividendenaktien aus dem DAX ins Portfolio nähme, könnte mit einer Durchschnittsrendite von 2,8 % rechnen. Das ist der Durchschnitt der Jahre seit 2014. Zehnjährige Bundesanleihen rentieren derzeit (Frühjahr 2019) unter 0,7 %. Nun fragt es sich, ob Anleger nicht nur auf die oben genannten stärksten Dividenenbringer setzen sollten. Das wäre auch eine mögliche Strategie, zumal es sich um starke Konzerne handelt, die kaum aus dem DAX verschwinden und schon gar nicht insgesamt untergehen dürften.

Doch die Aktien vieler dieser stärksten Unternehmen gelten teilweise als gesättigt, sie bewegen sich nur noch wenig nach oben. Beispiel Daimler: Das Papier notiert Anfang April 2019 bei rund 55 Euro, das ist derselbe Wert wie Anfang 2011. Zwischenzeitlich ging es nach unten bis auf 30 Euro und auch nach oben bis auf über 90 Euro, doch eine Spekulation auf solche Schwankungen ist schwierig.

Wer hingegen breiter streut und auch Papiere mit etwas weniger Dividende ins Portfolio nimmt, erwischt dabei vielleicht einen Überflieger wie Vonovia, dessen Aktienkurs zwischen 2013 und heute von 16 auf 46 Euro stieg, während die Dividende von 3,12 % für 2018 etwas unter derjenigen der Spitzenreiter lag. Es lohnt sich daher durchaus, auf eine Mischung aus Performance und Dividende zu setzen.

About Redaktion

Unsere Redaktion veröffentlicht regelmäßig interessante Beiträge über verschiedenste Themenbereiche ... Haben Sie auch ein spannendes Thema, worüber Sie gerne einen Artikel schreiben würden? ... Wenn ja, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf!

Bild / Quelle:

  • (Beitragsbild: dax-konzerne-dividendenrekord-2018-wirtschaft): © / Pixabay.com